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Internationaler Tag des Baumes am 25. April 2017

Fichte ergänzt Lehrpfad „Baum des Jahres“ im Opel-Zoo

Am 25. April 2017 wird der internationale Tag des Baumes mit vielfältigen Veranstaltungen und Feierstunden begangen. Er soll die Bedeutung des Waldes und der Bäume für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten. Bereits seit dem Jahre 1952 findet dieser Tag des Baumes auch in Deutschland statt.

Seit 1989 ruft die Dr. Silvius Wodarz-Stiftung jährlich einen „Baum des Jahres“ aus, um für ein Jahr lang die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Baumart zu lenken, für Bäume und ihre Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht zu sensibilisieren und in dem einen oder anderen Fall auf Bestandsgefährdungen hinzuweisen.

All diese bisher 29 ausgerufenen Bäume des Jahres findet man im Opel-Zoo auf einem Lehrpfad, der entlang des großen Rundwegs verläuft und auf dem man sich über die verschiedenen Baumarten informieren kann.

Dieses Mal fiel die Wahl auf die Fichte (Picea abies). Kaum eine Baumart begegnet uns im Alltag so häufig wie gerade die Fichte – dies aber nicht unbedingt, weil sie 26% unserer Waldfläche ausmacht. Vielmehr begegnet sie uns unbemerkt: Aufgrund ihrer guten Holzeigenschaften findet man Fichtenholz als Dachlatten und Balken in nahezu jedem Dachstuhl und jedem Holzständerwerk. Pro Hektar Fichtenwald wachsen jährlich 15 m3 Holz nach, was sogar für die Dachstühle gleich zweier Einfamilienhäuser reichen würde. Auch das Gebälk und die Wände des Giraffenhauses im Opel-Zoo sind aus nachhaltig bewirtschafteter Fichte. Holzfaserplatten aus Fichtenholz machen Furniermöbel stabil und auch bei der Papierherstellung liefern ihre Fasern die gewünschten Eigenschaften. Das in ihrem Holz enhaltene und die Druckstabilität erhöhende Lignin sorgt nicht nur dafür, dass die Bäume 50-60 m hoch werden können, es lässt sich daraus sogar Vanillearoma gewinnen. Selbst Stradivari nutzte das Holz des immergrünen Nadelbaumes als Klangholz für seine weltberühmten Geigen.

In der heimischen Forstwirtschaft gilt die Fichte als „Brotbaumart“, was ihren wirtschaftlichen Wert wiederspiegelt. Sorgt sie aufgrund ihres schnellen und aufrechten Wuchses und ihrer positiven Holzeigenschaften doch für eine nachhaltige und regionale Rohstoffversorgung ohne lange Transportwege. Es sprechen also viele gute Gründe dafür, dass die Fichte zum Baum des Jahres 2017 gewählt wurde.

letzte Änderung: 27.04.2017