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Vermächtnis des Opel-Zoo Gründers Dr. Georg von Opel

Mesopotamische Damhirsche nach Jerusalem für Wiederauswilderungsprojekt abgegeben

Vermächtnis des Opel-Zoo Gründers Dr. Georg von Opel
Mesopotamische Damhirsche nach Jerusalem für Wiederauswilderungsprojekt abgegeben


2017-Meso-Herauslassen-in-vorgehege-jerusalem.jpgIn der Bibel wird er an mehreren Stellen erwähnt und selbst Komponisten wie Mendelssohn haben ihm ein Denkmal gesetzt in der Vertonung von Psalm 42 „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“: Gemeint ist der Mesopotamische Damhirsch, der im heutigen Israel Ende des 19. Jahrhunderts ausgerottet wurde und bis Mitte des 20. Jahrhunderts als ausgestorben galt. 2017-Verladen der Mesos.jpgZoogründer Dr. h.c. Georg von Opel finanzierte in den 50er und 60er Jahren Expeditionen in den heutigen Iran, in Folge derer drei Mesopotamische Damhirsche in den Opel-Zoo gebracht werden konnten. Alle heute in Europa in Zoos lebenden Hirsche dieser Art stammen von diesen Tieren ab und so ist diese Tierart nicht nur das zoologisches Vermächtnis des Zoogründers, sondern auch aus Sicht des Artenschutzes die wertvollste Art im Opel-Zoo.

2017-mesos-aus-kronberg-in-vorgehege-jerusalem.jpgZwei der liebevoll „Mesos“ genannten Tiere wurden in der vergangenen Woche an den Jerusalem Biblical Zoo abgegeben. Die jungen Hirsche sind wohlbehalten in Israel gelandet und haben sich nach dem Luft- und Straßentransport sehr schnell und gut an die neue Umgebung gewöhnt. Dies auch dank der professionellen Vorbereitung und Abwicklung des Transportes durch die Firmen GRADLYN und Lufthansa Cargo. Der Zoo Jerusalem betreut ein Wiederansiedelungsprojekt für diese Tierart in den Hügeln vor Jerusalem. Die zwei genetisch wertvollen Männchen aus dem Opel-Zoo sollen sich zukünftig im Zoo fortpflanzen und ihr Nachwuchs wird dann ebenfalls ausgewildert werden. So sollen sie dafür sorgen, dass diese symbolträchtige Tierart auch für zukünftige Generationen erhalten und erlebbar bleibt. Vor der Auswilderung werden die Tiere aus dem Zoo in ein großes Eingewöhnungsgehege gebracht, wo sie sich an ihre natürliche Umgebung mit verschiedensten Futterpflanzen gewöhnen und eine gewisse Scheu vor dem Menschen entwickeln sollen. Nach mehreren Wochen wird dann der Zaun geöffnet und die Bewegungen der Hirsche lassen sich anhand von GPS-Halsbändern verfolgen.

Ob heimische Arten, ob seltene Hirsche aus dem Zweitstromland – Wiederauswilderungsprojekte gehören immer zu den schönsten Aufgaben aller Zoomitarbeiter. Und insbesondere die Auswilderung Mesopotamischer Damhirsche weckt besondere Emotionen, wird doch die Geschichte und möglicherweise sogar die Tatsache, dass es diese Hirschart heute überhaupt noch gibt, für immer mit dem Opel-Zoo und seinem Gründer verbunden sein.

Gregor von Opel, Vorstandsvorsitzender der ‚von Opel Hessische Zoostiftung‘ und Sohn des Zoogründers, reiste eigens nach Israel, um dieses ihm wichtige Projekt zu unterstützen. „Es schließt sich ein Kreis, der mir unglaublich viel Freude bereitet und gleich zwei Dinge aufzeigt: was den Zoo angeht, die Arterhaltung; und über alle Grenzen hinweg – gemeinsam für eine Sache einzustehen!“, so Gregor von Opel nach seiner Rückkehr aus Jerusalem.

 

 

letzte Änderung: 07.03.2017