Luchs, Nordluchs - Eurasian Lynx


Der Luchs ist die größte Katze Europas und mit keiner anderen Art zu verwechseln. Mit Pinselohren, Stummelschwanz und Backenbart ist er gut zu erkennen. Noch im Mittelalter war der Luchs so gut wie in allen Wäldern Deutschlands zu Hause. Dann wurde er immer stärker bejagt bis 1846 der letzte Luchs geschossen wurde. Heute ist er in Westeuropa so gut wie nicht mehr anzutreffen. Der Luchs fehlt im natürlichen biologischen Gefüge, da er die Bestände der Rehe und anderer Wildtiere reguliert und damit dem Verbiss der Bäume vorbeugt. Daher wird inzwischen versucht, den Luchs wieder an einigen Stellen in Deutschland anzusiedeln (z.B. Bayerischer Wald und Harz). Luchse jagen eine Vielzahl verschiedener Tiere von kleinen Säugern wie Mäusen und Kaninchen über Vögel bis zu halb erwachsenen Hirschkälbern, die Hauptnahrung besteht aus Rehen. Hinsichtlich der Kommunikation sind Luchse mit ihrem nur 15-20 cm kurzen Schwanz gegenüber den anderen Katzenarten benachteiligt. Normalerweise zeigt eine Katze ihre Erregung durch starke Schwanzbewegungen an. Das können Luchse zwar nicht, aber dafür haben sie ihren ausgeprägten Backenbart. Diesen können sie spreizen oder hochziehen und so mit anderen Luchsen kommunizieren.

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Familie

Katzen (Felidae)

Verbreitung

Nördliches Eurasien

Nahrung

Fleischfresser

Körper-Rumpf-Länge

80-110 cm

Gewicht

15-38 kg

Lebenserwartung

18 Jahre

Tragzeit

67-74 Tage

Anzahl Junge

1-4

letzte Änderung: 22.02.2016